Jonas Ohland

No 1 – Dual Life

Soso. Kulturkater. Da fühlt sich meine Grinsekatze direkt heimisch. Ganz im Gegensatz zu dem Kulturschock, den ich  vielleicht lostreten werde. Aber da die Leser des Kulturkaters kultivierte Menschen sind, und ich verspreche, ganz harmlos anzufangen, sollte es eine angenehme Tour werden.

Die Ente sollte sich allerdings in Acht nehmen – auch wenn mir die Erfahrung in der Zubereitung fehlt, kann der Kater in mir für nichts garantieren,  wenn mir das Federvieh einmal ohne Begleitung über den Weg läuft …

Nun zum Geschäft: Wieso bin ich hier? Ich habe die große Ehre, diesen kleinen aber feinen Kreis Kreativer um eine Kategorie zu erweitern: die der elektronischen Musik. Der Musik, die laut vieler Münder eigentlich gar keine ist.

Kulturkater Profilbild_kleinKlar, diese Münder haben teilweise recht. Sich an einen Computer zu setzen und ein paar billige Beats einprogrammieren, das kann jeder. Stimmt. Eigentlich ist es sogar völlig hirnrissig zu behaupten, dass man dazu irgendein Talent benötigt. Genauso unsinnig wie zu behaupten, man bräuchte Talent, um sich vor einen schwarzen Holzkasten zu hocken und mit den Fingern Tasten runter zu drücken. Lächerlich. Da könnte man ja gleich einen Schneeschippen-ähnlichen Gegenstand mit gespannten Metallfäden in den Arm nehmen und an den Dingern herumzupfen.

Deswegen ist es wohl auch kein Wunder, dass ich den verlinkten Track vor knapp einem Jahr während der Abiturprüfungen machen konnte, ohne wirklich Zeit dafür zu haben.

Spaß beiseite: Der Track heißt „Dual Life“, den Titel bekam er aus eben jenem oben erwähnten Grund. Das Lernen für die Prüfungen und das doch sehr zeitaufwändige Produzieren haben mir einen recht heftigen Kontrast geliefert, den ich so bald nicht vergessen werde. Die Nummer war dazu noch mein erster Drum & Bass Track überhaupt. Im Anbetracht dieser Hindernisse kann sich das Ergebnis meiner Meinung nach durchaus hören lassen. Auch wenn mir bei erneuter Betrachtung des miesen Mixes und dem zerstörerischen Mastering die Haare zu Berge stehen.

Aber was ist eigentlich Drum & Bass? An sich pfeife ich auf Genres, aber sie sind ganz praktisch, wenn einem die Stilrichtung  Lust auf mehr macht und man sich gezielt – z.B.  auf YouTube – umsehen möchte. Wie auch Dubstep kommt Drum & Bass aus Großbritannien, das dieses musikalische Geschütz bereits um 1990 herum aufgefahren hat. Was das zu bedeuten hat? Keine Ahnung, aber es schien mir wichtig genug, es zu erwähnen. Dieses Genre gehört zu den schnellen und bewegt sich typischerweise zwischen 150 und 200 Schlägen pro Minute. Charakteristisch sind vor allem der 2-Step-Beat, bei dem die Kickdrum jedes zweite Mal eine Art Ausfallschritt vollführt, sowie die schnellen Hi-Hats im Hintergrund. Klanglich ist hier alles möglich, von der Entspannungsmusik bis hin zu dreckigem, brachialem Bass-Einsatz.

Das war’s für’s erste Mal. Im nächsten Beitrag bringe ich euch ein paar angenehme Klänge mit starkem Einfluss aus Südafrika. Bis dahin werde ich die Ente noch ein wenig beobachten. Sorry, ich meine natürlich „observieren“.

Bis dahin: Clear Skies!

Ch3shire / Jonas Ohland

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