Malte Evers

Schweinesteaks mit Pflaumen-Rotweinsauce und geschmorten Frühlingszwiebeln

Man muss es sich ab und zu gönnen: ein gutes Stück Fleisch. Doch selbst das beste Fleisch braucht seine Helfer: Fällt die Beilage geschmacklich ab, ist der Genuss dahin. Und ohne Sauce geht – zumindest in Deutschland – nichts. Wie schön, dass man sich auch aus günstigen Zutaten schnell etwas basteln kann, denn zu stark soll der Geldbeutel ja nicht belastet werden. In diesem Gericht werden die leicht bitteren Aromen von gegrillter Frühlingszwiebel zusammen mit der Süße von Pflaumen den saftig gebratenen Schweinesteaks entgegengestellt – und das mit wenigen Handgriffen.

Zutaten & Materialien:

  • 4 Schweinesteaks
  • 250 g Trockenpflaumen
  • 1 Flasche Rotwein
  • 1 kleines Stück Butter
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • Öl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Topf
  • 1 Pfanne
  • 1 Teller mit Alufolie

Zubereitung:

Wir beginnen mit der Sauce, denn diese braucht am längsten: Dazu die Pflaumen grob klein schneiden und in den Topf legen, dann mit Rotwein aufgießen, bis die Pflaumen leicht bedeckt sind. Nun die Hitze aufdrehen, einmal auf- und bei gelegentlichem Umrühren langsam einkochen lassen, bis die Sauce dick wird.Währenddessen können wir uns um die Frühlingszwiebeln kümmern: Diese werden zunächst unter kaltem Wasser abgewaschen. Anschließend werden die feinen Wurzeln sehr knapp abgeschnitten, denn von den kleinen weißen Zwiebeln soll möglichst viel erhalten bleiben. Abschließend wird jede Stange so durchgeschnitten, dass sie gerade noch in die Pfanne passt. Sollte die Pflaumensauce inzwischen bereits gut eingekocht sein, machen wir uns an deren Fertigstellung, falls nicht, kommen die Frühlingszwiebeln erst einmal in den Kühlschrank. In einer Pfanne wird wenig Öl erhitzt. Währenddessen werden die Schweinesteaks aus der Packung geholt, mit einem Tuch leicht abgetupft und gesalzen. Sobald das Öl heiß ist, werden die Steaks in der Pfanne gebraten. Der Hitzeschalter vom Herd bleibt dabei immer auf der höchsten Stufe. Sobald auf der noch rohen Seite Fleischsaft austritt, werden die Steaks gewendet und erneut auf den Saftaustritt gewartet.
Schweinesteak-ComicAnschließend kommen die Schweinesteaks aus der Pfanne auf den Teller, werden dort gepfeffert und mit Alufolie abgedeckt, damit sie langsam garziehen können, während wir geschwind die Frühlingszwiebeln in der gleichen Pfanne zubereiten. Dazu das kleine Stück Butter in die selbe Pfanne geben, etwas hin- und herschubsen bis der Boden halbwegs gleichmäßig mit Butter bedeckt ist und die Frühlingszwiebeln dazugeben. Nun salzen und kurz Farbe kriegen lassen. Dann die Hitze abdrehen und die Zwiebeln durchmischen. Sobald sie zusammengefallen sind, geht’s ans Servieren: Der ausgetretene Fleischsaft auf dem Teller wird zur Pflaumensauce gegeben, mit dieser noch einmal vermischt und ein großer Löffel voll auf den Teller gegeben. Die Steaks werden auf die Sauce gesetzt, die Frühlingszwiebeln daneben oder darüber gelegt, je nach Tellerform und –art.

Abwandlungsmöglichkeiten:

Schweinesteak ist ein dehnbarer Begriff: Je nach Geldbeutel kann man prinzipiell jede Art von Schweinefleisch nehmen, das man kurz in einer Pfanne braten kann. Empfehlenswert sind hierbei beispielsweise Filet, Kotelett, Nacken, Rücken oder auch das typische Schweineschnitzel-Fleisch aus der Oberschale.
Wem hingegen Pflaumen nicht zusagen, der kann diese gegen eine andere Art von Trockenobst tauschen. Man sollte jedoch drauf achten, einen farblich und geschmacklich passenden Wein zum Einkochen zu nehmen. Soll es alkoholfrei bleiben, bieten sich auch mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte oder eine frische, selbstgekochte Brühe an. Der Fleischsaft ist stets sehr aromatisch und daher wäre es schade, ihn einfach später wegzuwerfen, zumal er der Pflaumensauce einige Aromen schenkt – und davon kann man nie genug haben.
Falls Frühlingszwiebeln nicht zu kriegen sind, kann man dieses Gericht auch mit Lauch zubereiten. Das Braten in der gleichen Pfanne hat den Sinn, dass die Brataromen des Schweinefleischs von den Frühlingszwiebeln aufgenommen werden, da sich durch die Butter der Bratensatz löst.

Guten Appetit!

Malte KlingenhägerMaltes absolut objektive Meinung: Die Pflaumensauce war weder so süß noch so mächtig, wie ich es befürchtet hatte. Außerdem war die Angst vor dem abendlichen Raumklima ob der nur leicht angebratenen Frühlingszwiebeln unbegründet. Bis jetzt jedenfalls. Mal schauen, ob die Ente heute Nacht ausfliegt. Einziges Rezeptmanko: Die Menge der Pflaumensauce war für meinen Geschmack etwas übertrieben, aber sie vertrug sich einigermaßen mit den Kartoffeln, die ich mir dazu gemacht habe.

Emil ErpelDie Ente meint: Gut, dass zur Agentengeheimausrüstung eine Gasmaske gehört, denn _ich_ vertraue den Frühlingszwiebeln nicht. Malte hätte auf mich hören und seine Portion an mich abtreten sollen. Entenmägen sind auf Rohkost spezialisiert, leicht angebraten ist für uns ein allmagentlicher Spaziergang.

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