Jonas Ohland

No 2 – Sidera

Die elektronische Musik hat eine wahnsinnig tolle Eigenschaft: Sie ist nahezu unabhängig von nationalen Grenzen. Wo Sprache keine Rolle spielt, fällt auch die Sprachbarriere auf ein Minimum an Englisch herab. So kommt es oft vor, dass man die musikalische Laufbahn eines Künstlers jahrelang verfolgt, ohne zu erfahren, aus welchem Land er überhaupt stammt.

Daher kam es wie von selbst, dass ich mit Produzenten aus aller Welt zusammen arbeite: Man stolpert in der Nacht über ein relativ unbekanntes Stück auf YouTube, das einem gefällt und den eigenen Fähigkeiten vielleicht in mancher Hinsicht überlegen ist und – Zack – einige Nachrichten später arbeitet man an einer „Collaboration“ mit Australien, Kanada, Frankreich oder gar Südafrika.

SideraEiner meiner Partner ist Callin Brett Klopper, a.k.a. Mogey, aus dem multikulturellen Südafrika. Wobei es untertrieben wäre zu behaupten, dass er nur einer von vielen ist – und damit meine ich nicht bloß sein beachtliche Publikum von bald 5000 Abonnenten auf YouTube. Mogey und ich haben uns letztes Frühjahr gefunden und den heutigen Titeltrack produziert: „Sidera“. Seit dem sind wir zu guten Freunden zusammengewachsen. Wir stehen permanent in Kontakt, tauschen Musik aus, produzieren oder leihen uns unser kritisches Ohr, um möglichst viel aus unseren Tracks herauszuholen.

Aber nun zu dem Titel: „Sidera“ bedeutet so viel wie Himmel. In diesem Fall wohl der einer untergehenden Sonne nach einem langen, heißen Sommertag. Sidera war einer dieser Titel, die sich nach dem Komponieren der Melodie nahezu von alleine produzieren. Mogey steuerte die Akkorde bei, ich die Melodien. Und diese warmen Tonfolgen haben sich im folgenden Ping-Pong-Spiel zwischen uns zu diesem sommerlichen Electro-House-Track entwickelt.

Electro-House: Das wohl bodenständigste Genre der elektronischen Musik. Mit seinen 120 bis 135 Schlägen pro Minute und einem simplen 4-to-the-floor-Beat ist es DJ-freundlich und Clubtauglich. Und das Klangspektrum ist enorm. Von dem berüchtigten, minimalistischen Bum-Bum für Anspruchslose über warme, entspannende Klänge und effektiv nerv tötende Quietsch-Nummern bis hin zu stressigem Hard-Electro ist alles drin.

Für die Meisten kristallisiert sich recht schnell heraus, welche Richtung den eigenen Geschmack trifft. Und mit Sidera bin ich sehr zufrieden, auch wenn es nicht meinem üblichen Gekrächzte entspricht, zu dem ich erst im nächsten Beitrag eine Brücke schlagen werde.

Bis dahin: Clear Skies!
Ch3shire / Jonas Ohland

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