Malte Evers Rezept: Gebackener Fetakäse

Malte Evers

Gebackener Fetakäse

Ein übliches Problem: Man will für Freunde, Bekannte oder Kollegen kochen, hat sich vielleicht sogar ein mehrgängiges Menü ausgedacht, steht stundenlang in der Küche, um dann kurz vorm Eintreffen der Gäste noch einen Anruf zu bekommen: Es wird noch jemand mitgebracht. Kein Problem, es reicht für mehrere Leute. Er soll einfach noch eine Flasche Wein mitbringen, als neue Person in der Runde macht man das schließlich so. Achso. Er isst kein Fleisch. Na super. Vorspeise und Dessert sind kein Problem, doch beim Hauptgang wird es schwer. In so einem Fall habe ich mir mittlerweile angewöhnt, jedes Mal automatisch ein Stück Feta einzukaufen. Selbst wenn man ihn nicht daheim hat, kann man ihn noch schnell zusammen mit den anderen Zutaten in einem Supermarkt kaufen oder sich mitbringen lassen, Feta gibt es wirklich überall. Es muss auch kein besonders hochwertiger Feta sein, ein günstiger Feta reicht da völlig. Schnell zubereitet ist es auch, einzig das Vorheizen des Ofens dauert ein bisschen.
Sehr schön an so einem Feta ist auch, dass er aufgrund des hohen Flüssigkeitsanteils nicht allzu schnell verbrennt. Man kann ihn also auch für mehrere Leute machen und wenn doch noch eine längere Pause gemacht werden soll, wird einfach der Ofen ausgeschaltet – Tür zulassen, so bleibt er warm, verbrennt aber nicht.

Benötigte Materialien

  • Feta-Käse
  • (Oliven-)Öl
  • Honig
  • Rosmarin, trocken oder frisch
  • jeweils 1 Paprika, rot, grün gelb
  • 1 Zwiebel, rot oder weiß
  • Oliven
  • kleine Auflaufform oder einen ofenfesten tiefen Teller
  • Backofen

Zubereitung:

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Umluft ist bevorzugt, es klappt aber auch mit Ober- und Unterhitze. Den Fetakäse aus der Packung holen und etwas trockentupfen. 1 EL Olivenöl auf den Boden der Auflaufform geben und durch Rütteln in der Form verteilen. Den Fetakäse darauf setzen. Die Paprika halbieren, dann vierteln und die Kerne herausschneiden. Anschließend entweder in Streifen oder Würfel schneiden, wie man möchte, und dann rund um den Feta verteilen. Noch ein paar Oliven dazu legen (oder weglassen, wenn man keine Oliven mag). Etwas Honig, etwa 1 EL, über dem Feta verteilen, er muss nicht vollständig bedeckt werden.
Wenn ihr getrockneten Rosmarin nehmt, streut ihn jetzt darüber und schiebt den Feta für 15 Minuten in den Ofen oder so lange, bis er leicht gebräunt ist und sich rund um das Gemüse eine ansehnliche Menge köstlichen Suds gebildet hat. Falls ihr frischen Rosmarin verwendet, drück ihn einmal kräftig in der Hand und legt ihn erst etwa 2 Minuten vor Ende dazu.

Abwandlungsmöglichkeiten:

Wer keinen Rosmarin mag, kann natürlich Thymian verwenden. Auch andere Kräuter sind möglich, beispielsweise Basilikum oder Oregano. Anstelle von Olivenöl kann man auch einen kleinen Schluck Nussöl nehmen.
Wer kein Feta-Fan ist, kann auch andere Käse benutzen. Eine feine Angelegenheit ist etwa Chavroux. Backt man diesen, wird er fast wie eine warme Mousse.
Das Gemüse kann man natürlich auch abändern. Aus der mediterranen Ecke ist da praktisch alles möglich. Schwieriger wird es bei Gemüse wie Knollensellerie oder Karotten, die nach dem Backen meist noch sehr fest sind. Diese muss man vorher sehr dünn schneiden. Etwas mehr Flüssigkeit und Säure gibt es, wenn man Tomatenviertel unter das Gemüse mischt.
Wer Honig nicht so sehr mag, kann nach dem Backen etwas Pesto darauf verteilen. Wer auch das nicht mag, isst ihn einfach ohne Honig oder Pesto.

Malte KlingenhägerMaltes absolut objektive Meinung: Ein perfektes Notfallvegetariergericht, dass ich mir auch gerne selbst mache. Etwas Brot dabei und ich vermisse nichts. Beim Honig war ich zunächst etwas skeptisch, fand ihn aber eine perfekte geschmackliche Ergänzung. Ich bevorzuge außerdem Thymian über Rosmarin (oder nehme gleich Thymianhonig).

Emil ErpelDer Erpel meint: Eine Schüssel für Malte, eine für mich, so werden wir beide satt. Ich mag ihn lieber mit Schneckenpesto, aber dann ist es nicht mehr vegetarisch.

The last comment needs to be approved.
0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.