Der Zahn stochert in meinen Gedanken, die Wurzel des Übels war in der Schule die Mathematik. Stochastik, nur stocher nicht zu hastig, da geht schnell mal was kaputt. Vor meinem Fenster läuft eine Katze vorbei, sie grüßt kurz und sagt, sie müsse weiter. Ich bin irritiert, hier im vierten Stock passiert das nicht so oft.
Kurzgeschichten, Fabeln uvm.
Abends war das ganze Dorf vor Ort. Nach der Begrüßung ergriff Hans-Dieter, der Dorfälteste, das Wort: „Man kriegt das Dorf aus der Scheiße, aber nicht die Scheiße aus dem Dorf, was seid ihr eigentlich vor Ortsvorsteher, macht mal was.“
Ich fragte, ob wir nicht unser Essen mitnehmen sollten. Und mein Vater antwortete in etwa so: „Wer unser Essen nimmt, hat es nötiger als wir.“ Dieser Satz blieb hängen.
Ruby lief durch ihre Wohnung. Ihr Blick war zum Boden gerichtet, Lebensläufe ratterten durch ihren Kopf. Plötzlich sagte jemand:
„Hallöchen, wie geht es dir?“
Sie blickte hoch und sah das Grübelmonster.
Wir brauchen alle einen Strohhalm, an den wir uns klammern können, einen Strohhalm, der uns Hoffnung macht. Dazu zählen Freunde, die uns unterstützen. Strohhalme können Partner*innen sein, Familie, Selbsthilfegruppen, wissenschaftliche Forschung und Empathie. Diese Strohhalme schwächeln sicher auch, aber im Idealfall gibt es immer wieder neue. Ein immerwährendes Neugreifen. So bleibt man in Bewegung.
Die meisten meiner Freunde von außerhalb kennen Wilsberg nicht. Und ich frage mich, ob es obligatorisch ist, dass man mit ihm vertraut ist, sobald man hier lebt. Das Grummelige des Fernseh- und Romandetektivs schätze ich auf jeden Fall.
