Dierk blickt auf die Welt. Aus verschiedenen Perspektiven. Mal kurz, mal etwas länger, mal in zusammenhängenden kurzen Reihen oder ganz für sich. Perspektbriefwechsel.

Wir brauchen alle einen Strohhalm, an den wir uns klammern können, einen Strohhalm, der uns Hoffnung macht. Dazu zählen Freunde, die uns unterstützen. Strohhalme können Partner*innen sein, Familie, Selbsthilfegruppen, wissenschaftliche Forschung und Empathie. Diese Strohhalme schwächeln sicher auch, aber im Idealfall gibt es immer wieder neue. Ein immerwährendes Neugreifen. So bleibt man in Bewegung.

Die meisten meiner Freunde von außerhalb kennen Wilsberg nicht. Und ich frage mich, ob es obligatorisch ist, dass man mit ihm vertraut ist, sobald man hier lebt. Das Grummelige des Fernseh- und Romandetektivs schätze ich auf jeden Fall.

Neben dem Laptop greife ich mittlerweile zur Notizapp meines Smartphones. Die kann ich noch unkomplizierter überall nutzen. Neben kurzen Gedanken, oder einzelnen Sätzen entstehen darin auch vollständige erste Entwürfe von Kurzgeschichten. Erste Überarbeitungen finden dann tatsächlich auch noch am Smartphone statt, ehe ich den Text übertrage und am Laptop in Form und Inhalt überarbeite.

Zwei Enttäuschungen folgten und meine Krimikarriere endete, bevor sie überhaupt begann. Zum einen hatte Hannes ein ähnliches erstes Kapitel geschrieben – wir hatten uns wohl zu viel ausgetauscht – und zum anderen fand mein Klassenlehrer so viele Fehler in dem Text, dass ich dachte, ich lass den Scheiß lieber sein. Ein Glück habe ich ungefähr drei Jahre später meine Motivation wiedergefunden.